| 1 | “Die Verdienste der Demokratie sind negativer Natur: Sie sichert keine gute Regierung sondern verhindert bestimmte Übel.” | Bertrand Russell (1872-1970) | |||
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| 2 | “Das Publikum verwechselt leicht den, welcher im Trüben fischt, mit dem, welcher aus der Tiefe schöpft.” | Friedrich Nietzsche (1844-1900) | |||
| 3 | “Aufgabe von Kunst heute ist es, Chaos in die Ordnung zu bringen.” | Theodor W. Adorno (1903-1969) | |||
| 4 | “Ich habe mir immer gewünscht, dass mein Computer so leicht zu bedienen ist wie mein Telefon; mein Wunsch ging in Erfüllung: mein Telefon kann ich jetzt auch nicht mehr bedienen.” | Bjarne Stroustrup (*1950) | |||
| 5 | “Marx geht es wie der Bibel: Er wird viel zitiert und kaum verstanden.” | Erich Fromm (1900-1980) | |||
| 6 | “Für einen ungebildeten Menschen ist das Lesen von Zitatensammlungen eine gute Sache.” | Winston Churchill (1874-1965) | |||
| 7 | “Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen; die Meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen.” | Albert Einstein (1879-1955) | |||
| 8 | “Zitate sind die Horoskope der Gebildeten.” | Richard Richtig (*1977) | |||
| 9 | “Wenn ich scherzen will, sage ich die Wahrheit. Das ist immer noch der größte Spaß auf Erden.” | George Bernard Shaw (1856-1950) | |||
| 10 | “Komfort, Geschäft und berufliche Sicherheit können in einer Gesellschaft, die sich auf und gegen nukleare Zerstörung vorbereitet, als allgemeines Beispiel versklavender Zufriedenheit dienen.” | Herbert Marcuse (1898-1979) | |||
| 11 | “Hitler hat Luthers Ratschläge gegen die Juden genau ausgeführt.” | Karl Jaspers (1883-1969) | |||
| 12 | “Computer sind nutzlos. Sie können nur Antworten geben.” | Pablo Picasso (1881-1973) | |||
| 13 | “Wer dichter auffährt, muss nicht so lang auf den Aufprall warten.” | Wolfgang Wichtig (*1977) | |||
| 14 | “Damit es Kunst giebt, damit es irgend ein ästhetisches Thun und Schauen giebt, dazu ist eine physiologische Vorbedingung unumgänglich: der Rausch.” | Friedrich Nietzsche (1844-1900) | |||
| 15 | “Der Witz ist das Salz der Unterhaltung, nicht die Nahrung.” | William Hazlitt (1778-1830) | |||
| 16 | “Die Bibliotheken füllen sich an mit Büchern, die Geister werden aber immer ärmer an Bildung.” | Gerolamo “Geronimo” Cardano (1501-1576) | |||
| 17 | “Der gesunde Verstand ist die bestverteilte Sache der Welt, denn jedermann meint, damit so gut versehen zu sein, daß selbst diejenigen, die in allen übrigen Dingen sehr schwer zu befriedigen sind, doch gewöhnlich nicht mehr Verstand haben wollen, als sie wirklich haben.” | René Descartes (1596-1650) | |||
| 18 | “Was du für morgen planst ist nur Traum. // Kannst du nun morgen erreichen? Nein oder kaum. // Lass diesen Augenblick nicht verderben // Den Wert des restlichen Leben kennst du kaum.” | Omar Khayyam (um 1048-1128) | |||
| 19 | “Musik ist die versteckte arithmetische Tätigkeit der Seele, die sich nicht dessen bewußt ist, daß sie rechnet.” | Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) | |||
| 20 | “Wir wissen somit von der Wahrheit nichts anderes, als daß sie in präziser Weise unerfaßbar ist. Sie ist die absoluteste Notwendigkeit, die nicht mehr und nicht weniger ist, als sie ist, unser Verstand ist die Möglichkeit. Das Was (quidditas) der Dinge, das die Wahrheit des Seienden ist, bleibt in seiner Reinheit unerreichbar. Alle Philosophen haben es gesucht, aber keiner, wie es an sich ist, gefunden. Je gründlicher aber unsere Überzeugung von diesem Nichtwissen ist, desto mehr werden wir uns der Wahrheit selbst nähern.” | Nikolaus von Kues (1401-1464) | |||
| 21 | “Was für das Christentum gilt, gilt gleichermaßen auch für den Buddhismus. […] die buddhistische Priesterschaft – wie es sie beispielsweise in Tibet gibt – ist in höchstem Grade bildungsfeindlich, tyrannisch und grausam.” | Bertrand Russell (1872-1970) | |||
| 22 | “Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken, d.h. die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht.” | Karl Marx (1818-1883) | |||
| 23 | “Aller Mehrwert, in welcher besondern Gestalt von Profit, Zins, Rente usw. er sich später kristallisiere, ist seiner Substanz nach Materiatur unbezahlter Arbeitszeit.” | Karl Marx (1818-1883) | |||
| 24 | “Philosophie und Studium der wirklichen Welt verhalten sich zueinander wie Onanie und Geschlechtsliebe.” | Karl Marx (1818-1883) | |||
| 25 | “Wäre ich nicht so alt, würde ich Arabisch lernen, so beglückt bin ich, endlich etwas zu finden, das keine steife Kopie von schon Vorhandenem ist.” | Stendhal (1783-1842) | |||
| 26 | “Der Lebenslauf des Menschen besteht darin, dass er, von der Hoffnung genarrt, dem Tod in die Arme tanzt.” | Arthur Schopenhauer (1788-1860) | |||
| 27 | “Lesen heißt mit einem fremden Kopfe, statt des eigenen, denken.” | Arthur Schopenhauer (1788-1860) | |||
| 28 | “Am Ende ist die Wahrheit das Einzige, das wert ist, dass man es besitzt: Sie ist aufwühlender als Liebe, freudvoller und leidenschaftlicher. Sie kann einfach nicht versagen.” | Katherine Mansfield (1888-1923) | |||
| 29 | “Geistlose kann man nicht begeistern, aber fanatisieren kann man sie.” | Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) | |||
| 30 | “Im Unglück finden wir meistens die Ruhe wieder, die uns durch die Furcht vor dem Unglück geraubt wurde.” | Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) | |||
| 31 | “Wir sind auf einer Mission: zur Bildung der Erde sind wir berufen.” | Novalis (1772-1801) | |||
| 32 | “Jeder Mensch sollte Künstler sein. Alles kann zur schönen Kunst werden.” | Novalis (1772-1801) | |||
| 33 | “Wir lieben die romantische Liebe. Dabei ist sie ein sehr einfacher Trieb, eine Art blinder Wahnsinn.” | Helen Fisher (*1945) | |||
| 34 | “Alles ist eine Modesache: Gottesfurcht ist eine Modesache und die Liebe und die Krinoline und ein Ring in der Nase.” | Søren Kierkegaard (1813-1855) | |||
| 35 | “Diplom: Amtlicher Ausweis für Studienabschluss. Beweist gar nichts.” | Gustave Flaubert (1821-1880) | |||
| 36 | “Jungen Menschen möchte ich immer nur dieses eine sagen - dass wir uns an das Schwere halten müssen… Wir müssen so tief ins Leben hineingehen, dass es auf uns liegt und Last ist: nicht Lust soll um uns sein, sondern Leben… Wenn für viele das Leben auf einmal leichter wird, leichtsinniger und froher, so ist es nur, weil sie aufgehört haben, es ernst zu nehmen, es in Wirklichkeit zu tragen und mit ihrem eigenen Wesen zu fühlen und zu erfüllen… Was von uns verlangt wird, ist, dass wir das Schwere lieben und mit dem Schweren umgehen lernen. Im Schweren sind die freundlichen Kräfte, die Hände, die an uns arbeiten.” | Rainer Maria Rilke (1875-1926) | |||
| 37 | “Erst durch die Typographie konnten Ideen und Wissen maschinell reproduziert werden. Ohne Typographie sind Humanismus, Aufklärung, die Entdogmatisierung der Wissenschaft im Ursprung Galileis und Keplers sowie die Liberalisierung undenkbar. Anders ausgedrückt: Ohne die Typographie würden die 5er-BMW-fahrenden Shareholder Values-Typen noch immer mit den Händen Kartoffeln ausgraben.” | Wolfgang Beinert (*1960) | |||
| 38 | “Als ein wesentliches Merkmal der Menschen möchte ich ihre ethische und ästhetische Anspruchslosigkeit bezeichnen.” | Christian Morgenstern (1871-1914) | |||
| 39 | “Es ist besser, Unrecht zu leiden als Unrecht zu tun.” | Sokrates (469 v.Chr. - 399 v.Chr.) | |||
| 40 | “In der Stadt lebt man zu seiner Unterhaltung, auf dem Land zur Unterhaltung der anderen.” | Oscar Wilde (1854-1900) | |||
| 41 | “Die Kunst spiegelt in Wahrheit den Betrachter und nicht das Leben.” | Oscar Wilde (1854-1900) | |||
| 42 | “Im stürmischen Kampf ums Dasein verlangt es uns nach etwas Dauerhaftem, und deshalb stopfen wir unsere Hirne mit Unsinn und Fakten voll, in der törichten Hoffnung, unseren Platz behaupten zu können. Der durch und durch wohlinformierte Mensch - das ist das Ideal unserer modernen Zeit.” | Oscar Wilde (1854-1900) | |||
| 43 | “Wenn man verliebt ist, betrügt man immer anfangs sich selbst und am Ende die anderen. Das nennt die Welt eine Romanze.” | Oscar Wilde (1854-1900) | |||
| 44 | “Seine eigenen Erfahrungen bedauern heißt, seine eigene Entwicklung aufhalten.” | Oscar Wilde (1854-1900) | |||
| 45 | “Bildung ist bewundernswert, aber man sollte sich von Zeit zu Zeit daran erinnern, dass das wirklich Wissenswerte nicht gelehrt werden kann.” | Oscar Wilde (1854-1900) | |||
| 46 | “Bildung ist etwas, das Menschen mit sich und für sich machen: Man bildet sich. Ausbilden können uns andere, bilden kann sich jeder nur selbst.” | Peter Bieri (*1944) | |||
| 47 | “Der Fanatismus ist gerade bei den Gebildeten zu Hause.” | Max Stirner (1806-1856) | |||
| 48 | “Manche leben mit einer so erstaunlichen Routine, dass es schwerfällt zu glauben, sie lebten zum ersten Mal.” | Stanislaw Jerzy Lec (1909-1966) | |||
| 49 | “Ohne Bildung sehen wir den Fortschritt der Menschheit als Zuschauer, auf den Bildschirmen, die es immer geben wird, aber wir werden weder Handelnde noch Teilnehmer sein.” | Sergio Ramírez (*1942) | |||
| 50 | “Dort wo man Bücher verbrennt, // verbrennt man auch am Ende Menschen.” | Heinrich Heine (1797-1856) | |||
| 51 | “Wie ein Sattel nicht zum Ochsen, so passt die Bildung nicht zur Frau.” | Erasmus von Rotterdam (1466-1536) | |||
| 52 | “Luther war ein großer Mann, ein Riese. Mit einem Ruck durchbrach er die Dämmerung; sah den Juden, wie wir ihn erst heute zu sehen beginnen.” | Adolf Hitler (1889-1945) | |||
| 53 | “Wir leben im Zeitalter der Überarbeiteten und Untergebildeten: dem Zeitalter, in dem die Menschen so betriebsam sind, dass sie völlig verdummen.” | Oscar Wilde (1854-1900) | |||
| 54 | “Solange man den Krieg für böse hält, wird er seine Anziehungskraft behalten. Erst wenn man ihn als gewöhnlich begreift, wird er seine Popularität verlieren.” | Oscar Wilde (1854-1900) | |||
| 55 | “Fortschritt ist nur die Verwirklichung von Utopien.” | Oscar Wilde (1854-1900) | |||
| 56 | “Je weniger Strafen, desto weniger Verbrechen.” | Oscar Wilde (1854-1900) | |||
| 57 | “Ungehorsam ist für jeden Geschichtskundigen die eigentliche Tugend des Menschen. Durch Ungehorsam entstand der Fortschritt, durch Ungehorsam und Aufsässigkeit.” | Oscar Wilde (1854-1900) | |||
| 58 | “Die Frau ist die geistige Gefährtin des Mannes, im öffenlichen wie im privaten Leben. Ohne sie würden wir die wahren Ideale vergessen.” | Oscar Wilde (1854-1900) | |||
| 59 | “Wenn die Leute mir zustimmen, habe ich immer das Gefühl, ich muss mich irren.” | Oscar Wilde (1854-1900) | |||
| 60 | “Es ist nicht das Wissen, sondern das Lernen, nicht das Besitzen, sondern das Erwerben, nicht das Dasein, sondern das Hinkommen, was den größten Genuß gewährt.” | Carl Friedrich Gauß (1777-1855) | |||
| 61 | “Je mehr sich politische und wirtschaftliche Freiheit verringern, desto mehr pflegt die sexuelle Freiheit sich kompensatorisch auszuweiten.” | Aldous Huxley (1894-1963) | |||
| 62 | “Angst offenbart sich in den Schwächen der Menschen, Gutes gut zu tun.” | Erhard H. Bellermann (*1937) | |||
| 63 | “Diskussionen sind ein beliebter Zeitvertreib zur Selbstdarstellung.” | Erhard H. Bellermann (*1937) | |||
| 64 | “Wenn jeder deine Dummheit kennt, dann bist du endlich prominent.” | Erhard H. Bellermann (*1937) | |||
| 65 | “Wachstum um des Wachstums willen ist die Ideologie der Krebszelle.” | Edward Abbey (1927-1989) | |||
| 66 | “Die Politik ist die Wissenschaft von der Freiheit: die Beherrschung des Menschen durch den Menschen, gleichviel hinter welchem Namen sie sich verbergen mag, ist Unterdrückung. Die höchste Vollkommenheit der Gesellschaft findet sich in der Vereinigung von Ordnung und Anarchie.” | Pierre Joseph Proudhon (1809-1865) | |||
| 67 | “Trotz des heiligen Versprechens der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz der Rufe der Millionen: »Nie wieder Krieg!«, entgegen all den Hoffnungen auf eine schöne Zukunft, muss ich sagen: wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft, beibehalten wird, so wage ich es, heute zu behaupten, dass es keine 25 Jahre dauern wird, bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen!” - Offener Brief an die Berliner Zeitung am Mittag, 1918 | Silvio Gesell (1862-1930) | |||
| 68 | “Jene, die grundlegende Freiheit aufgeben würden, um eine geringe vorübergehende Sicherheit zu erwerben, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit.” | Benjamin Franklin (1706-1790) | |||
| 69 | “Das Geheimnis des Agitators ist, sich so dumm zu machen, wie seine Zuhörer sind, damit sie glauben, sie seien so gescheit wie er.” | Karl Kraus (1874-1936) | |||
| 70 | “Sechs Stunden sind genug für die Arbeit; die anderen sagen zum Menschen: lebe!” | Lukian von Samosata (120-180) | |||
| 71 | “Könnte ich leben, ohne zu arbeiten, ich wäre das glücklichste Wesen unter der Sonne.” | Franziska zu Reventlow (1871-1918) | |||
| 72 | “Um drei Uhr ist es immer entweder schon zu spät oder noch zu früh für alles, was man tun will.” | Jean-Paul Sartre (1905-1980) | |||
| 73 | “Der Menge gefallen heißt den Weisen missfallen.” | Plutarch (um 45 - um 125) | |||
| 74 | “Das Kennzeichen eines unreifen Menschen ist, dass er für eine Sache nobel sterben will, während der reife Mensch bescheiden für eine Sache leben möchte.” | Jerome David Salinger (*1919) | |||
| 75 | “Die Erfahrung lehrt uns, dass Liebe nicht darin besteht, dass man einander ansieht, sondern dass man gemeinsam in gleicher Richtung blickt.” | Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944) | |||
| 76 | “Faulheit ist Dummheit des Körpers, und Dummheit Faulheit des Geistes.” | Johann Gottfried Seume (1763-1810) | |||
| 77 | “Der beste Teil der Schönheit ist der, den ein Bild nicht wiedergeben kann.” | Francis Bacon (1561-1626) | |||
| 78 | “Romane schließen damit, dass Held und Heldin heiraten. Damit müsste man anfangen, aufhören aber damit, dass sie sich wieder trennen, das heißt befreien. Denn das Leben von Menschen so beschreiben, dass man mit der Schilderung der Hochzeit abbricht, ist nicht anders, als beschriebe man die Reise eines Mannes und bräche den Bericht an der Stelle ab, wo er Räubern in die Hände fällt.” | Leo Tolstoi (1828-1910) | |||
| 79 | “Wie wollen wir denn nun sein: stark, schön und erfolgreich - oder edel, hilfreich und gut?” | Juli Zeh (*1974) | |||
| 80 | “Solange etwas ist, ist es nicht das, was es gewesen sein wird. Wenn etwas vorbei ist, ist man nicht mehr der, dem es passierte.” | Martin Walser (*1927) | |||
| 81 | “Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das erröten kann. Oder sollte.” | Mark Twain (1835-1910) | |||
| 82 | “Die verborgene Quelle des Humors ist nicht Freude, sondern Kummer.” | Mark Twain (1835-1910) | |||
| 83 | “Ich glaube nicht, dass es irgendetwas auf der ganzen Welt gibt, was man in Berlin nicht lernen könnte - außer der deutschen Sprache!” | Mark Twain (1835-1910) | |||
| 84 | “Wer niemals Deutsch gelernt hat, kann sich keine Vorstellung davon machen, wie verzwickt diese Sprache ist. Es gibt sicher keine andere Sprache, die so unordentlich und unsystematisch daherkommt, und sich daher jedem Zugriff entzieht.” | Mark Twain (1835-1910) | |||
| 85 | “Alles, was man zum Leben braucht, ist Unwissenheit und Selbstvertrauen, dann ist der Erfolg sicher.” | Mark Twain (1835-1910) | |||
| 86 | “Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.” | Hermann Hesse (1877-1962) | |||
| 87 | “Aller höherer Humor fängt damit an, dass man die eigene Person nicht mehr ernst nimmt.” | Hermann Hesse (1877-1962) | |||
| 88 | “Denn nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.” | Kurt Tucholsky (1890-1935) | |||
| 89 | “Das Weiche besiegt das Harte, das Schwache triumphiert über das Starke.” | Laotse (6. Jh. v.Chr.) | |||
| 90 | “Güte beim Denken erzeugt Tiefe, Güte beim Verschenken erzeugt Liebe, Güte in den Worten erzeugt Wahrheit.” | Laotse (6. Jh. v.Chr.) | |||
| 91 | “Je mehr Verbote, umso ärmer das Volk.” | Laotse (6. Jh. v.Chr.) | |||
| 92 | “Ton knetend formt man Gefäße. Doch erst ihr Hohlraum, das Nichts, ermöglicht die Füllung. […] Das Sichtbare, das Seiende, gibt dem Werk die Form. Das Unsichtbare, das Nichts, gibt ihm Wesen und Sinn.” | Laotse (6. Jh. v.Chr.) | |||
| 93 | “Die wohlfeilste Art des Stolzes ist hingegen der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein.” | Arthur Schopenhauer (1788-1860) | |||
| 94 | “Die Idee der Menschheit, die Idee einer vollkommenen Republik, eines glückseligen Lebens und dergleichen mehr fehlt den meisten Menschen. - Viele Menschen haben keine Idee von dem, was sie wollen, daher verfahren sie nach Instinkt und Autorität.” | Immanuel Kant (1724-1804) | |||
| 95 | “In der moralischen wie in der politischen Welt den Punkt zu erkennen, wo die Freiheit aufhört und ihr Übermaß anfängt, wo die Macht aufhört und die Willkür beginnt, oder zu lernen, wo der Mut in Tollkühnheit ausartet, die Zärtlichkeit in Schwäche und die Liebe zum Guten in Narrheit; das heißt zweifellos den vollständigsten Kursus der Philosophie durchmachen.” | Napoléon III. (1808-1873) | |||
| 96 | “Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen.” | Max Horkheimer (1895-1973) | |||
| 97 | “Zivilisation ist der Fortschritt hin zu einer Gesellschaft der Zurückgezogenheit. Des Wilden gesamte Existenz ist öffentlich, geregelt durch seine Stammesgesetze. Zivilisation ist die Entwicklung hin zur Befreiung des Menschen von seinen Mitmenschen.” | Ayn Rand (1905-1982) | |||
| 98 | „Das Mainstream-Kino entrealisiert, überdreht oder ironisiert Gewalt. „Pulp Fiction“ ist dafür ein Musterbeispiel. Wenn da der Kopf weggeblasen wird, herrscht ein Riesengelächter im Saal. Das ist perfekt gemachter Zynismus im Dienste der Verkaufbarkeit.“ | Michael Haneke (*1942) | |||
| 99 | “Es ist zu bezweifeln, ob alle bisherigen technischen Erfindungen die Tageslast auch nur eines menschlichen Wesens erleichtert hat.” | John Stuart Mill (1806-1873) | |||
| 100 | “Ich habe das schon oft bemerkt, die Leute von Profession wissen oft das beste nicht.” | Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) | |||
| 101 | “Die Menschheit läßt sich keinen Irrtum nehmen, der ihr nützt. Sie würde an Unsterblichkeit glauben, und wenn sie das Gegenteil wüßte.” | Friedrich Hebbel (1813-1863) | |||
| 102 | “Werden wir richtig informiert? Ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, dass von der Antwort auf diese Frage die Zukunft der menschlichen Gesellschaft abhängt.” | Arnold Joseph Toynbee (1889-1975) | |||
| 103 | “Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.” | Joachim Ringelnatz (1883-1934) | |||
| 104 | “Das Wort blendet und täuscht, denn es wird vom Gesichtsausdruck begleitet. Doch Worte schwarz auf weiß sind wie die nackte Seele selbst.” | Guy de Maupassant (1850-1893) | |||
| 105 | “Ein Leben, das einem Ziel zustrebt, läßt wenig Platz für Erinnerungen.” | Michel Houellebecq (*1958) | |||
| 106 | “Die Größe scheint das zentrale Problem der Schöpfung zu sein. Wo immer etwas fehlerhaft ist, ist es zu groß. [...] Die Größe – und nur die Größe! – ist das zentrale Problem der menschlichen Existenz, im sozialen und im physischen Sinn.” | Leopold Kohr (1909-1994) | |||
| 107 | “Frei von Ideologien! Das ist Anarchismus! Es ist die edelste der Philosophien. Aber eine Gesellschaft kann nur ohne Staat und ohne Regierung leben, wenn der Einzelmensch so ethisch erzogen ist, dass es niemandem einfallen würde, in den Bereich des anderen einzudringen. Ihm auf die Füße zu steigen. Anarchisten, die jemanden erschießen, die sind Lustmörder. Die sollen eingesperrt werden! Lebenslänglich. Nicht weil sie jemanden umgebracht haben, sondern weil sie sich Anarchisten nennen.” | Leopold Kohr (1909-1994) |
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Von Richtig & Wichtig am 9. März 2009
